Auszug aus der „TA-Lärm“:

Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), genauer gesagt, die zur Auslegung dieses Gesetzes erlassene Rechtsvorschrift "Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm" (TA-Lärm), definiert "Lärm" folgendermaßen:
"Lärm ist Schall (Geräusch), der Nachbarn oder Dritte stören (gefährden, erheblich benachteiligen oder erheblich belästigen) kann oder stören würde."

Auch der Gesetzgeber geht also davon aus, dass Lärm erheblich vom subjektiven Empfinden ausgeht und damit nicht messbar ist. Die TA-Lärm enthält jedoch so genannte Immissionsrichtwerte, die nicht überschritten werden dürfen. An diesen Richtwerten orientieren sich häufig auch die Richter, wenn sie im Nachbarstreit zum Thema "Lärm" eine Entscheidung treffen sollen.

Die Richtwerte werden in Dezibel (dB) angegeben, sie messen den Schalldruckpegel. Bei der zulässigen Höhe kommt es auf die Art der zu schützenden Nutzung an, aber auch auf die Art des Lärms selbst. Es gibt deshalb Orientierungswerte für die Stadtplanung, Immissionsgrenzwerte für den Straßenverkehr und Richtwerte für Gewerbelärm und Sportanlagen.

Die TA-Lärm galt lange Zeit nur für Anlagen, die einer Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) bedurften. In der aktuellen Fassung ist sie auch auf nichtgenehmigungsbedürftige Anlagen, zu denen die bei weitem meisten der Anlagen nach dem BImSchG zählen, anwendbar. Doch auch hier gibt es Ausnahmen.
Die TA-Lärm gilt nicht für:

Sportanlagen, die der Sportanlagenlärmschutzverordnung unterliegen
sonstige nicht genehmigungsbedürftige Freizeitanlagen sowie Freiluftgaststätten
nicht genehmigungsbedürftige landwirtschaftliche Anlagen
Schießplätze, auf denen mit Waffen ab Kaliber 20 Millimeter geschossen wird
Tagebaue und die zum Betrieb eines Tagebaus erforderlichen Anlagen
Baustellen
Seehafenumschlagsanlagen
Anlagen für soziale Zwecke

Da man sich unter den dB-Angaben der TA-Lärm für den Alltag nicht viel vorstellen kann, hat das Bundesumweltministerium einen kleinen Überblick über die Dezibel-Werte bekannter Geräusche (nur ungefähre Angaben) zusammengestellt:
Gehen auf einem weichen Teppich 15-20 dB
leises Blätterrauschen 25 dB
Flüstern 30 dB
üblicher Hintergrundschall im Haus 30-40 dB
Ventilatoren von Kopierern und Computern 40-50 dB
normale Sprachlautstärke 60 dB
vorbeifahrender Pkw 70 dB
Rasenmäher 80 dB
mittlerer Straßenverkehr 85 dB
Schwerlastverkehr 95 dB
Diskothek, Presslufthammer, Kreissäge, Rock- oder Popkonzert 110-115 dB
startender Düsenjet 125 dB
Schmerzgrenze (Gehörschädigung auch bei kurzzeitiger Einwirkung möglich) über 130 dB

Quelle: wikipedia / http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm